Wälder sehen sich immer ähnlicher
27.11.09
Die Zusammensetzung der Pflanzenarten in den Wäldern gleicht sich immer mehr an. Zu diesem Schluss kommen britische Ökologen im Online-Magazin Proceedings of the Royal Society B. Sie nahmen Wälder, deren Baumbestand bereits vor 80 Jahren untersucht wurde, erneut unter die Lupe und konnten so zeigen, inwiefern Änderungen stattgefunden haben. Wenngleich die Zahl der unterschiedlichen Pflanzen gleich geblieben ist, unterscheiden sich die vertretenen Arten immer weniger voneinander. Die Forscher sehen diese Entwicklung, die zum Verlust der Artenvielfalt beiträgt, als Folge von falschen Umweltentscheidungen der Vergangenheit. "Die Luftverschmutzung und Fehler im Waldmanagement sind die größten Verursacher, weshalb die Rückführung der Wälder in einen früheren Zustand hier ansetzen muss", betont Studienautor James Bullock vom Centre of Ecology and Hydrology. Der Waldboden sei heute weitaus nährstoffreicher als 1930, was auf den Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft zurückzuführen sei. Die Forscher konnten auch das Eindringen invasiver Pflanzen dokumentieren, wenngleich diesen nur ein geringer Einfluss auf die Homogenisierung zugestanden wird.
Labels: news_2009





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